BreitBand Bergkamen stellt FTTB-Ausbau im Betreibermodell vor

Auf dem Weg zum schnellen Internet entschied sich die Stadt Bergkamen gegen den Bau und Betrieb eines Netzes durch ein Telekommunikationsunternehmen und für das Betreibermodell.

Neben der Stadt Halle (Westf.) ist Bergkamen in Nordrhein-Westfalen die einzige Kommune, die sich im Rahmen des Breitbandausbaus für das Betreibermodell entschieden hat. Wie das funktioniert, warum die Verantwortlichen diesen Weg gewählt haben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, haben sie im Rahmen einer Videokonferenz des Kompetenzzentrums Gigabit.NRW vor rund 40 weiteren Teilnehmern Anfang Oktober 2020 erläutert.

Auf dem Weg zum schnellen Internet entschied sich die Stadt Bergkamen gegen den Bau und Betrieb eines Netzes durch ein Telekommunikationsunternehmen und für das Betreibermodell. Ein Modell, das es ihr ermöglicht, eigenverantwortlich ein Netz zu errichten und es anschließend zu verpachten. Die Kommune bleibt langfristig Eigentümerin, das Netz wird zum kommunalen Anlagevermögen. Bergkamen sowie die beteiligten Städte Kamen und Bönen erwarten eine hochwertige und zukunftsfähige Telekommunikations-Infrastruktur und große Gestaltungsspielräume bei einer zukünftigen Nachverdichtung des Netzes. Sie alle haben unter Federführung der Stadt Bergkamen die Möglichkeit, unter anderem über Qualitäten, Ausbaureserven, Bauabwicklung und eine teilweise Vermarktung zu entscheiden. 

Während der Videokonferenz des Kompetenzzentrums Gigabit.NRW verschwiegen Marc Alexander Ulrich, Betriebsleiter BreitBand Bergkamen und Walter Kärger, stellvertretender Betriebsleiter, den Teilnehmern aus ganz Deutschland aber auch nicht, dass das Betreibermodell für die Verwaltung ein wesentlich komplexeres Verfahren darstellt: Der Kommunikationsaufwand ist höher, ebenso wie der Aufwand während der Planungs- und Umsetzungsphase.