EDV-Fachmann will weg vom bunten digitalen Mix

Die Bergkamener Schulen und die Frage, welche Einrichtung wann und wie am effektivsten eine schnelle Verbindung mit dem Internet erhält, bestimmen seit Anfang des Jahres den Arbeitsalltag von David Heinsch.

Der EDV-Sachbearbeiter hat gerade eine Bestandsaufnahme von Präsentationsmitteln durchgeführt -  basierend auf den Zahlen technisch-pädagogischer Einsatzkonzepte, die zuvor Philipp Osterwald und Dirk Bläsing vom Schulverwaltungsamt mit der Bezirksregierung in Arnsberg abgestimmt haben, um  weitere finanzielle Mittel für Präsentationsgeräte wie zum Beispiel Beamer, drahtlose Projektionsmittel oder TV-Geräte zu erhalten.

Denn während David Heinsch die erste Zeit als EDV-Sachbearbeiter vor allem dazu nutzte, um sich einen Überblick zu verschaffen – er betreut inklusive der Volkshochschule zwölf Bergkamener Einrichtungen, ist er inzwischen mehr und mehr damit beschäftigt, seine Ideen umzusetzen. Mit dem Ziel, für die Schulen einen möglichst einheitlichen Standard zu schaffen.  „Das ist zum einen die günstigere Variante, zum anderen aber auch die schnellere, wenn es um Problemlösungen geht“, sagt David Heinsch. Bestenfalls laufen sobald als möglich alle Informationen zentralisiert im Rathaus zusammen.

Bei der Verkabelung der Schulen hilft der EDV-Fachmann bei der Koordinierung und Konfiguration:  Angedacht sind unter anderem getrennte virtuelle Netze für die Verwaltung und sowie den Bereich Pädagogik. In der Oberadener Realschule hat Heinsch Anfang Mai den Computerraum über den Schulserver neu installiert, Anfang April, mit großartiger Unterstützung der Hausmeister, in kurzer Zeit rund 700 Meter Kabel mitverlegt, damit´s zum Schulbeginn dort auch mit dem WLAN klappt. „Das WLAN nutzen dort bislang nur die Lehrer, nach den Ferien kommen auch die Schüler in den Genuss“, kündigt Heinsch an. Mit der Verlegung der Glasfaserkabel an die Bergkamener Schulen im Rahmen des BreitBand Bergkamen-Projektes ist ein weiterer Schritt wichtiger Richtung in die digitale Zukunft gelungen – nun steht die Inhouse-Verkabelung an, die Auftragsvergabe ist bereits erfolgt.

Im Focus des EDV-Beraters steht bei allem, was ansteht, eine Optimierung der Grundstruktur via Zentralisierung. „Geplant ist, dass die Daten nicht an jedem Schulstandort explizit gesichert werden, sondern auf zentralen Server im Rathaus“, sagt David Heinsch. Zudem will er weg vom kunterbunten Mix, eine einheitliche Struktur verfolgen - auch bei der Hardware.

War er anfangs noch nach eigenem Bekunden „Irgendetwas zwischen Feuerwehr und Fernwartung“, ist David Heinsch inzwischen der Ruhepol im Rahmen der Digitalisierung an Bergkamens Schulen – er ist längst angekommen und hat Kabel und Netze im Blick.